25.03.2025
Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist ein sehr spezielles Gebiet. Sie verbindet Medizin mit Zahnmedizin. MKG-Chirurgen haben eine doppelte Zulassung. Außerdem haben sie eine lange Ausbildung. Sie erkennen und behandeln Krankheiten, Verletzungen, Fehlbildungen sowie Schönheitsfehler im Gesicht, im Kiefer oder im Mund.
Die Arbeit eines MKG-Chirurgen ist abwechslungsreich. Sie reicht vom Operieren von Tumoren bis zum Wiederherstellen des Aussehens durch Operationen.
Ein MKG-Chirurg – das ist die Abkürzung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurg – ist ein Facharzt, der sich auf den Bereich von Mund, Kiefer und Gesicht spezialisiert hat. Das Besondere: Ein MKG-Chirurg hat sowohl ein Zahnmedizinstudium als auch ein Medizinstudium abgeschlossen. Dadurch ist er besonders gut ausgebildet, um Erkrankungen, Verletzungen oder Veränderungen in diesem Bereich zu behandeln – medizinisch und zahnmedizinisch.
1. Entfernung von Weisheitszähnen und andere Eingriffe
Viele Menschen kommen das erste Mal mit einem MKG-Chirurgen in Kontakt, wenn Weisheitszähne entfernt werden müssen. Auch andere kleinere Operationen im Kiefer, wie die Entfernung von Zysten oder Wurzelspitzen, gehören zum Alltag des MKG-Chirurgen. Diese Eingriffe laufen meist ambulant und unter lokaler Betäubung oder in Dämmerschlaf/Narkose ab.
2. Zahnimplantate und Knochenaufbau
Wenn ein Zahn fehlt, kann ein Implantat helfen. MKG-Chirurgen setzen diese künstlichen Zahnwurzeln in den Kieferknochen ein. Manchmal ist vorab ein Knochenaufbau nötig – zum Beispiel, wenn der Kieferknochen zu dünn oder zu niedrig ist. Auch solche Eingriffe gehören zum Fachgebiet der MKG-Chirurgie.
3. Behandlung von Tumoren im Mund und Gesicht
MKG-Chirurgen behandeln auch gutartige und bösartige Tumoren, zum Beispiel in der Mundhöhle, im Gesicht oder an den Lippen. Dabei entfernen sie nicht nur den Tumor selbst, sondern kümmern sich auch um die Wiederherstellung des betroffenen Bereichs – damit Aussehen und Funktion so gut wie möglich erhalten bleiben.
4. Gesichtsverletzungen
Nach Unfällen, z. B. einem Sturz oder einem Schlag, kommt es manchmal zu Knochenbrüchen im Gesicht oder Verletzungen der Haut. Der MKG-Chirurg sorgt dafür, dass Knochen korrekt verheilen und das Gesicht wiederhergestellt wird – sowohl funktional (z. B. beim Kauen oder Sprechen) als auch optisch.
5. Kieferfehlstellungen (Dysgnathien)
Wenn Ober- und Unterkiefer nicht richtig zusammenpassen, kann das zu Problemen beim Sprechen, Kauen oder Atmen führen – und auch optisch stören. In solchen Fällen führt der MKG-Chirurg eine sogenannte Kieferumstellung durch, oft in Zusammenarbeit mit Kieferorthopäden. Ziel ist eine harmonische Funktion und ein besseres Erscheinungsbild.
6. Plastische und ästhetische Eingriffe
Da MKG-Chirurgen sich bestens mit dem Gesicht auskennen, übernehmen sie auch ästhetische Eingriffe wie:
Dabei wird immer auf ein natürliches Ergebnis geachtet – im Einklang mit der individuellen Gesichtsform.
7. Behandlung angeborener Fehlbildungen
Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder anderen Fehlbildungen werden oft über viele Jahre hinweg vom MKG-Chirurgen begleitet – von der Operation im Babyalter bis zur Nachkorrektur im Jugendalter.
Ein MKG-Chirurg ist Ihr Ansprechpartner für alles rund um Mund, Kiefer und Gesicht – egal ob medizinisch notwendig oder aus ästhetischen Gründen. Dank seiner speziellen Ausbildung verbindet er das Beste aus zwei Welten: der Medizin und der Zahnmedizin. Dabei steht immer eines im Mittelpunkt: Ihre Gesundheit, Ihre Funktion – und Ihr Aussehen.